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Käpt’n Blaubär – Das Kinder-Musical

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Mit Lügenbaron auf Reise voller Abenteuer

HOCKENHEIM. Die Kinder (und auch Erwachsenen) kennen ihn alle: Käpt'n Blaubär, den weltbesten Lügenerzähler und Dauergast im Fernsehklassiker die "Sendung mit der Maus". Vergangenen Herbst ging das Kindermusical des Kölner Cocomico-Theaters auf große Tourneefahrt. In Hockenheim setzte es zum ersten Mal in diesem Jahr die Anker.

Als sich der Vorhang in der Stadthalle öffnet, sehen wir ein Holzschiff, ein großes Segel, dahinter ein blauer Himmel mit Wolken. Käpt'n Blaubär weckt seine Enkel, die drei kleinen Bärchen, um ihnen mal wieder eine haarsträubende Geschichte zu erzählen. Doch bevor er zum Ende kommen kann, sind die drei kleinen Bärchen verschwunden. Als Käpt'n Blaubär in einem Brief der "O.T.K.-Bande" erfährt, dass er sie nur zurückbekommt, wenn er den Diamanten "Auge des Tigers" findet, ist guter Rat teuer.

Der Einstieg in medias res verfehlt seine Wirkung nicht. Die Kinder verfolgen gespannt, wie sich Käpt'n Blaubär und sein Steuermann Hein Blöd auf die Suche machen, dabei auf die größenwahnsinnige Katze Octo-Tussy und den geheimnisvollen Taucher treffen, wie sie sich vor Piraten und den Angriffen von Kussmonstern schützen müssen und sogar den Maharadscha von Safranistan vor dem gefährlichen Weißen Kai retten.

Songs zum Mitklatschen
Rasant, spritzig und mit viel rockiger Musik kommt das Kindermusical "Käpt'n Blaubär" daher. Von "Totenmanns Kiste" über "Wir sind Piraten" bis zu "Die Könige der Lüge" - die Songs von Andreas Fahnert, Hannes Braun und Lukas Hainer aus der "Santiano-Band" reißen allesamt mit und animieren zum Mitklatschen.

Dem Cocomico-Theater unter der Leitung von Marcell Gödde und Karl-Heinz March, das 1996 frischen Wind in die deutsche Kindermusical-Szene brachte und seitdem mit jährlich mehr als fünf Millionen Zuschauern Erfolgsgeschichte schreibt, ist es einmal mehr gelungen, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.

Die schauspielerische und gesangliche Leistung der Musical-Darsteller ist durchweg lobenswert. Käpt'n Blaubär (Michael Baute) meistert die Rolle des bärbeißigen Lügenbarons, den nicht zuletzt sein norddeutsches Platt unverwechselbar macht, mit Bravour. Stefan Stechmann als Steuermann Hein Blöd hat weder geistreiche Ideen, wo der Diamant zu finden sein könnte, noch vermag er das Schiff auf dem richtigen Kurs zu halten (Käpt'n Blaubär: "Du steuerst mir das Boot ja noch von der Bühne"). Mit seiner tumben Art ist er ein Garant dafür, dass die Lachmuskeln ständig in Bewegung bleiben.

Durch ihre Fähigkeit zur Verwandlung überzeugen die drei Bärchen (Deniz Fingskes, Marion Müller, Andrea Esser), die auch als krallenzeigende Octo-Tussy, angsteinflößender Taucher, glibberige Kussmonster, verschrobener Professor und als Maharadscha von Safranistan höchstpersönlich zu sehen sind.

Gemeinsam am Strang ziehen
Gemeinsam schafft es die muntere Truppe schließlich, das "Auge des Tigers" zu finden. Sie geben es "Blume Karin" (gesprochen von Santiago Ziesmer, unter anderem die deutsche Stimme von "Spongebob"), auf die sie wohl zuvor ein wenig mehr hätten achten sollen ("mit ihrem Pflanzenrollbrett kommt sie mehr rum, als man denkt"). Diese entpuppt sich nämlich als ursprüngliche Drahtzieherin des Plans, die drei Bärchen verschwinden zu lassen und entlarvt den Edelstein als Kandis.

Ende gut, alles gut: Die drei Bärchen sind wieder da. Was liegt also näher als ein Teekränzchen? Unter viel Applaus wird gemeinsam Tee getrunken und mit dem maritimen Schunkellied "Seemannsgarn und Seemannslatein" geht ein vergnüglicher Theaternachmittag zu Ende.

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 16.01.2015





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